Hilfsnavigation




Frauen in die Feuerwehr 18.02.2009 


Frauen in die Feuerwehr

Das kommunale Jahr der Feuerwehren ist zwar mit dem Jahreswechsel abgeschlossen, aber wir haben es für uns verlängert erklärte Stockelsdorfs Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann. Viele Aktionen sind im Jahr 2008 durchgeführt worden. Jetzt soll eine neue Aktion gestartet werden: Frauen in die Feuerwehr. Hierzu trafen sich Mitte Januar alle Feuerwehrfrauen der Gemeinde im Feuerwehrgerätehaus in Krumbeck. Und das hatte seinen Grund. Die Freiwillige Feuerwehr Krumbeck hat mit 25 Prozent nicht nur die höchste Frauenquote in der Gemeinde, sie war auch eine der ersten Feuerwehren, die Frauen in die Wehr aufgenommen haben. Eine davon war Kerstin Pape. " Das war eigentlich ziemlich spontan". Sie sei immer schon ab und zu bei den Übungen dabeigewesen, weil ihr Mann dazu gehört. Beim Gemeindefeuerwehrtag 1994 in Malkendorf hat Sie sich dann spontan für eine Mitgliedschaft entschieden und Sie hat es bis heute nicht bereut.
Das Frauen den Job in der Feuerwehr genauso gut erledigen können wie Männer, davon ist die Führungsspitze in der Krumbecker Feuerwehr überzeugt. "Die Frauen sind bei uns keine Lückenbüßer, sondern sie haben hier entscheidend die Lücken gefüllt." Aber nicht nur die Krumbecker Feuerwehr hat Frauen in ihren Reihen. Auch in Arfrade, Horsdorf, Klein Parin, Mori und Stockelsdorf sind bereits insgesamt 14 Frauen als aktive Feuerwehrkameradinnen im Dienst, so auch Sonja Schmaal. Bei Ihr hat alles in der Jugendfeuerwehr angefangen. Inzwischen ist sie Schriftführerin bei der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf und stellvertretenden Gruppenführerin in Gefahrgutzug Süd. "Man hat auch als Frau unendliche Aufstiegsmöglichkeiten". So ist es selbstverständlich, dass die weiblichen Kameraden zu Atemschutzgeräteträgerinnen ausgebildet werden oder aber auch einen Lehrgang zum sicheren Führen einer Motorsäge absolvieren. Alle sind sich einig: Es macht einfach Spaß, aber uns sind 14 Kameradinnen bei 262 männlichen Kameraden einfach zu wenig!"
    

Gruppenfoto Feuerwehrfrauen


von links: Sonja Schmaal, Claudia Pape, Raminta Valantinaite-Poerschke, Franziska Kaiser, Christina Pöthke, Meike Hinz, Sabrina Blöß und Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann
vorne: Kerstin Pape

Foto: Anja Hötzsch, Wochenspiegel